Happy Day für einen ehemaligen Capri Fahrer
Menschen zu überraschen ist immer etwas Besonderes, weil man nie weiss, wie sie reagieren. So eine Situation durften wir am Sonntag, 12.Juli erleben. Alles begann mit einer Anfrage via Capri Schweiz zu den Free Drivers. Patrick Walter aus Hochdorf, Enkel von Christian Amstutz aus Zermatt, wandte sich an den Club mit der Anfrage ob es möglich wäre seinen Grossvater anlässlich des 75 Geburtstages mit einer Fahrt in einem Capri zu überraschen. Weil Christian in seiner Jugend einen gelben Einser Capri mit schwarzem Vynildach fuhr, musste es für die Überraschung natürlich auch ein gelber Einser Capri sein. Weil wir im Club nicht allzu viele gelbe Einser haben, gelangte die Anfrage über Ändu Kammer zu mir, ich habe natürlich spontan zugesagt.

Nach über 50 Jahren sitzt Christian wieder am Steuer eines Capri
Betreffend Details, Termin usw. habe ich mich dann bei Patrick gemeldet, um alles zu besprechen. Wir einigten uns auf oben genanntes Datum. Treffpunkt bei uns in der Capri Garage auch Ändu hatte sich den Termin reserviert und war mit seinem Capri 2.8i dabei. Im Vorfeld machte ich mir Gedanken welche Route wir fahren könnten. So war es dann am 12. Juli so weit, gleich die ganze Familie ist angereist, der Jubilar Christian Amstutz mit seiner Frau aus Zermatt, seine Tochter mit ihrem Mann und den Beiden Enkel aus Hochdorf. Christian kam mit seiner Frau direkt aus Zermatt er hatte lediglich unsere Adresse aber keine Ahnung was ihn erwartete. Auf dem Hausplatz begrüssten wir uns und plauderten ein wenig, plötzlich erblickte Christian den gelben Capri und war sofort Feuer und Flamme, in typischen Walliser Dialekt begann er zu erzählen. So einen hatte ich auch mal und setzte sich umgehend auf den Fahrersitz. Viele Erinnerungen aus der damaligen Zeit waren sofort wieder da. Wir schauten uns noch eine Weile unsere Autos an, ich erzählte über deren Geschichte und beantwortete allerlei Fragen. Nach einiger Zeit Informierte ich dann über die ausgedachten Routen und schlug eine längere und eine kürzere Strecke vor. Weil es an diesem Tag, mitten in der Hitzewelle, weit über 30 Grad heiss war entschieden wir uns für die kürzere Tour. Diese führte via Langenbruck über den oberen Hauenstein-Hölstein-Diegten-Buckten-unterer Hauenstein (mit Fotohalt) ins Restaurant Isebähnli nach Trimbach, Fahrzeit ca. 40 Min. Ich fuhr mit Christian, gefolgt von Ändu mit seinem Capri 2.8i, bei ihm nahm Patrick auf dem Beifahrersitz Platz, sowie der Rest der Familie mit ihrem Privatauto. Währen der Fahrt erzählte mir Christian ein paar Anekdoten aus seinem Leben unter anderem war er viele Jahre Hotelier in Zermatt. Den Capri musste er damals aus familiären Gründen weggeben.
Kurz vor der Passhöhe unterer Hauenstein hielten wir für einen Fotohalt an und stellten die beiden Capris in Scene. Zufällig kam ein holländisches Pärchen vorbei die mit einem umgebauten Subaru unterwegs auf einer Plausch Rallye von Amsterdam nach Budapest waren. Wir kamen mit ihnen ins Gespräch unter anderem mussten sie während der Rallye diverse Aufgaben erfüllen, eine davon war Seilziehen. So fragten sie mich und Ändu ob wir mitmachen würden, spontan wie wir sind, sagten wir zu. Ein Seil hatten sie dabei so kamen Ändu und ich noch mehr ins Schwitzen beim ersten Versuch haben wir gewonnen beim zweiten Versuch liessen wir sie gewinnen. Der Einsatz hinterliess zum Glück keine körperlichen Beschwerden. Das Gelächter war gross eine witzige Sache, die sie sicher nicht mehr vergessen. Nachdem alle ihre Bilder gemacht haben, fuhren wir ins Isebähnli zu einem kühlen Getränk und einer feinen Glace. Wir unterhielten uns über das erlebte Christian schwärmte von der Fahrt, ich denke die Überraschung war mehr als gelungen. Zu unserer Überraschung erhielten Ändu und ich von der Familie als Dank ein kleines Präsent. Ein rundum gelungener Nachmittag ging somit zu Ende. Wir konnten die Capri Scene und den Club bestens repräsentieren und ein bisschen Werbung machen.

Der Jubilar und ehemalige Capri Fahrer Christian Amstutz aus Zermatt mit 2 aktuellen
Capri Fahrer. Ich bin übrigens nicht mit den Badeschlappen gefahren